Krypto-Transaktionsgebühren erklärt: Was Sie zahlen und warum

Krypto-Chart

Krypto-Transaktionsgebühren stammen aus verschiedenen Quellen: von der Börse, auf der Sie Kryptowährung kaufen oder abheben, von der Blockchain, die den Transfer verarbeitet, und manchmal von der Plattform, die Ihr Guthaben entgegennimmt oder umrechnet. Wer weiß, wer welche Gebühr erhebt, kann die tatsächlichen Kosten berechnen, bevor überhaupt etwas versendet wird.

Angenommen, ich kaufe Kryptowährung für 200 Euro, um eine externe Wallet zu befüllen. Nach Handelskosten, Auszahlungsgebühr und einer Umrechnung am Ziel kommen nur 187 Euro als nutzbares Guthaben an.

Wo sind die anderen 13 Euro geblieben?

Die Antwort hängt von der Transaktion ab. Manche Kosten stehen auf der Gebührenübersicht der Börse. Andere stecken im Wechselkurs oder in dem Betrag, den die empfangende Plattform gutschreibt.

Ich trenne diese Kosten in drei Ebenen: Börsengebühren, Netzwerkgebühren und Kosten der empfangenden Plattform.

Dieser Leitfaden erklärt jede Ebene, zeigt, wo sich die Gebühren überschneiden, und wie ich sie senken würde, ohne Guthaben über eine nicht unterstützte Blockchain zu verschicken.

Warum kostet das Bewegen von Krypto Geld?

Ein einziger Kryptotransfer kann mehrere Unternehmen und Systeme durchlaufen, die jeweils eine andere Funktion erfüllen.

Wer wickelt die Transaktion ab? Was berechnet werden kann Warum es zählt
Krypto-Börse Handelsgebühren, Auszahlungsgebühren, Umrechnungs-Spreads Verringert die gekaufte oder abgehobene Kryptomenge
Blockchain-Netzwerk Transaktions- oder Gas-Gebühren Bezahlt die Verarbeitung im Netzwerk
Empfangende Plattform Umrechnungs-Spreads, Ein- oder Auszahlungsgebühren Kann den gutgeschriebenen oder am Ende ausgezahlten Wert verringern

Das sind mögliche Kostenarten, nicht drei zwingende Zusatzgebühren bei jeder Transaktion.

Eine zentralisierte Börse kann zum Beispiel eine einzige Auszahlungsgebühr verlangen, in der die Netzwerkkosten bereits enthalten sind. Ich würde die Netzwerkgebühr dann nicht erneut hinzurechnen, solange der Kunde sie nicht separat zahlt.

Ebenso berechnet eine empfangende Wallet in der Regel nichts dafür, eingehende Kryptowährung anzuzeigen. Ein Casino, ein Zahlungsdienstleister oder eine andere Verwahrstelle kann dagegen eigene Konto- oder Umrechnungsgebühren erheben.

Dieser Unterschied wird wichtig, sobald man zwei Anbieter vergleicht, die ihre Gebühren unterschiedlich darstellen.

Welche Gebühren verlangen Krypto-Börsen?

Krypto-Börsen berechnen vor allem für das Handeln, das Umrechnen und das Abheben von Guthaben.

Ich unterscheide dabei die Kosten für den Erwerb von Kryptowährung von den Kosten für den Transfer auf eine andere Wallet.

Handelsgebühren: Maker, Taker und Sofortkauf

An einer klassischen Spot-Börse stellt eine Maker-Order Liquidität ins Orderbuch, während eine Taker-Order gegen vorhandene Liquidität ausgeführt wird.

Börsen können für beide Arten unterschiedliche Gebühren verlangen.

Eine angenommene Handelsgebühr von 0,4 Prozent kostet bei einem Kauf über 200 Euro beispielsweise 0,80 Euro.

Eine Sofortkauf-Funktion kann allerdings ein anderes Preismodell verwenden, mit einer ausgewiesenen Servicegebühr und einem Aufschlag im Wechselkurs.

Ich würde nicht davon ausgehen, dass die beworbene niedrigste Handelsgebühr einer Börse für jede Kaufmethode gilt.

Um zwei Börsen fair zu vergleichen, würde ich denselben Eurobetrag ansetzen und ausrechnen, wie viel Kryptowährung tatsächlich ankommt.

Auszahlungsgebühren: Krypto von der Börse holen

Die Auszahlungsgebühr ist der Betrag, den die Börse für den Transfer auf eine externe Adresse berechnet.

Sie kann in Kryptoeinheiten festgelegt sein oder sich mit den Netzwerkbedingungen ändern.

Eine angenommene Bitcoin-Auszahlungsgebühr von 0,00005 BTC entspricht 5 Euro, wenn Bitcoin bei 100.000 Euro notiert.

Bei einer Auszahlung über 50 Euro wären das 10 Prozent des Ausgangswerts.

Bei einer Auszahlung über 1.000 Euro wären es nur 0,5 Prozent.

Deshalb betrachte ich Mindestauszahlungsbeträge und Transaktionsgröße immer zusammen mit der veröffentlichten Gebühr.

Ändert das Blockchain-Netzwerk die Auszahlungsgebühr?

Ja. Derselbe Token kann auf mehreren unterstützten Blockchains existieren, jede mit eigenen Gebührenmechanismen.

USDT lässt sich beispielsweise über Ethereum oder Tron übertragen, sofern sendender und empfangender Dienst genau dieses Netzwerk unterstützen.

Asset Netzwerk Gebührenmerkmal Vor der Auszahlung prüfen
Bitcoin Bitcoin Gebühr hängt von Transaktionsgröße und Netzwerkauslastung ab Native BTC-Adresse bestätigen
ETH Ethereum Gas-Kosten reagieren auf Nachfrage und Transaktionsanforderungen Ethereum-Unterstützung bestätigen
USDT Ethereum ERC-20 Es fallen Ethereum-Transaktionskosten an Annahme von USDT ERC-20 bestätigen
USDT Tron TRC-20 Es fallen Tron-Ressourcen- und Energiekosten an Annahme von USDT TRC-20 bestätigen
USDT BNB Smart Chain Es fallen Transaktionskosten der BNB Smart Chain an Richtigen Token und richtiges Netzwerk bestätigen
USDC Solana Es fallen Solana-Transaktionskosten und Konto-Anforderungen an USDC auf Solana bestätigen

Konkrete börsenspezifische Gebühren sind hier nicht enthalten, weil sie eine Live-Abfrage erfordern. Ein günstiges Netzwerk garantiert nicht, dass die Börse die zugrunde liegenden Netzwerkkosten direkt weitergibt.

Das günstigste unterstützte Netzwerk nützt nur dann etwas, wenn das Ziel es auch annimmt.

Wer USDT über Tron an eine Adresse oder ein Einzahlungssystem schickt, das ausschließlich Ethereum unterstützt, riskiert, dass das Guthaben nicht gutgeschrieben wird und eine Rückholung schwierig oder unmöglich ist.

Einen direkten Vergleich der Auszahlungskonditionen finden Sie in unserem Überblick zu den besten Krypto-Börsen.

Was sind Blockchain-Netzwerkgebühren?

Eine Netzwerkgebühr ist der Preis dafür, dass eine Transaktion in eine Blockchain aufgenommen und verarbeitet wird. Ihre Höhe hängt vom Aufbau des Netzwerks und von den aktuellen Bedingungen ab.

Die Börse kontrolliert die Gebührenregeln der Blockchain nicht. Sie entscheidet aber, welche Auszahlungsgebühr sie ihren Kunden berechnet.

Bitcoin-Transaktionsgebühren

Bitcoin-Gebühren werden üblicherweise in Satoshi pro virtuellem Byte angegeben, abgekürzt sat/vB.

Ein Satoshi ist ein Hundertmillionstel Bitcoin.

Die Gebührenrate zeigt, wie viel ein Sender pro Einheit Transaktionsdaten zu zahlen bereit ist.

Zur Veranschaulichung: Eine Bitcoin-Transaktion mit 200 vByte kostet bei 10 sat/vB 2.000 Satoshi, also 0,00002 BTC.

Größe und Gebührenrate der Transaktion sind dabei direkter maßgeblich als der Eurowert der versendeten Bitcoin.

Ein Transfer über 100 Euro und einer über 10.000 Euro können ähnlich viel kosten, wenn ihre Transaktionsstruktur vergleichbar ist.

Steigt die Nachfrage nach Bitcoin-Blockplatz, zahlen Nutzer höhere Raten, um schneller bestätigt zu werden.

Ethereum-Gas-Gebühren

Ethereum misst mit Gas, wie viel Rechenarbeit eine Transaktion benötigt.

Die Gebühr ergibt sich aus dem verbrauchten Gas und dem geltenden Gaspreis, in den die Preiskomponenten des Netzwerks einfließen.

Eine ETH-Überweisung und die Interaktion mit einem komplexen Smart Contract können unterschiedlich viel Gas benötigen.

Für jemanden, der einen Token versendet, zählt vor allem der geschätzte Gesamtbetrag, der vor dem Signieren angezeigt wird.

Ein kleines Guthaben würde ich nicht über ein teures Netzwerk schicken, wenn die Gebühr einen großen Teil des Betrags auffrisst – es sei denn, das Ziel verlangt genau dieses Netzwerk.

Sind Transfers über Tron und Solana kostenlos?

Nein.

Tron und Solana nutzen andere Gebühren- und Ressourcensysteme als Bitcoin und Ethereum, aber kostenlos sind sie nicht generell.

Tron-Transaktionen verbrauchen Bandbreite und Energie. Verfügbare Ressourcen und Transaktionstyp beeinflussen die Kosten, besonders bei Smart-Contract-Token wie USDT.

Auch Solana-Transaktionen verursachen Netzwerkgebühren und können je nach Situation kontobezogene Kosten auslösen.

Eine Börse kann eine Null-Gebühren-Aktion bewerben oder diese Kosten übernehmen. Das heißt aber nicht, dass die Blockchain selbst nichts berechnet.

Ich würde den Betrag prüfen, der am Ende beim Kunden ankommt, statt ein ganzes Netzwerk als gebührenfrei zu bezeichnen.

Was ist ein Umrechnungs-Spread?

Ein Umrechnungs-Spread ist die Differenz zwischen dem Preis, der in einer Transaktion angeboten wird, und einem passenden Referenzkurs am Markt. Er verteuert Kauf, Verkauf oder Umrechnung, ohne als eigene Gebühr ausgewiesen zu sein.

Das ist einer der am leichtesten zu übersehenden Kostenpunkte.

Angenommen, der Referenzkurs eines Assets liegt bei 100 Euro.

Eine Plattform bietet es für 101,50 Euro an.

Die Differenz von 1,50 Euro entspricht 1,5 Prozent des Referenzkurses.

Kaufe ich zu diesem Kurs für 500 Euro, erhalte ich weniger Einheiten als zum Referenzkurs.

Wie viel kostet ein Spread?

Zur Veranschaulichung nehmen wir effektive Umrechnungskosten von 1,5 Prozent auf den getauschten Betrag an.

Umgerechneter Betrag Effektive Kosten bei 1,5 Prozent
50 Euro 0,75 Euro
100 Euro 1,50 Euro
200 Euro 3,00 Euro
500 Euro 7,50 Euro
1.000 Euro 15,00 Euro

Das sind Beispielrechnungen, keine aktuellen Kurse einer Börse oder eines Casinos.

1,5 Prozent wirken bei einer einzelnen Transaktion überschaubar.

Über 20 getrennte Umrechnungen zu je 1.000 Euro wären es jedoch 300 Euro an Gesamtkosten.

Wer regelmäßig Guthaben zwischen Börsen und Glücksspielplattformen bewegt, sollte diese wiederkehrenden Umrechnungen im Blick behalten.

Wie erkennt man einen versteckten Umrechnungs-Spread?

Ich würde den Ausführungskurs der Plattform mit einem passenden Referenzkurs zum ungefähr gleichen Zeitpunkt vergleichen.

CoinGecko oder CoinMarketCap liefern Kurskontext, ihre aggregierten Preise sind aber nicht zwingend handelbare Kurse.

Genauer wird der Vergleich über einen liquiden Markt für dasselbe Handelspaar, unter Berücksichtigung von Geld-Brief-Spanne, Handelsgebühren und Ordergröße.

Ich würde festhalten:

  1. die Menge Kryptowährung, die ich abgebe,
  2. den Betrag in Euro oder einer anderen Kryptowährung, den ich erhalte,
  3. den Referenzkurs zum Zeitpunkt der Transaktion,
  4. jede separat ausgewiesene Gebühr.

Daraus ergeben sich der effektive Wechselkurs und die gesamte Abweichung vom Referenzkurs.

Nicht jede Differenz ist zwangsläufig eine versteckte Provision. Marktbewegungen, Liquidität und Ausführungsbedingungen spielen ebenfalls hinein.

Ein wiederholt ungünstiger Umrechnungskurs kann einen scheinbar kostenlosen Dienst dennoch teuer machen.

Berechnen Krypto-Casinos Umrechnungs-Spreads?

Manche Glücksspielplattformen rechnen Einzahlungen in ein Guthaben in Euro oder einer anderen Landeswährung um.

Ein Casino kann zum Beispiel BTC entgegennehmen und das Konto zu einem eigenen Umrechnungskurs in Euro gutschreiben.

Weicht dieser Kurs vom Marktreferenzkurs ab, wird dem Spieler weniger Wert gutgeschrieben als erwartet.

Ich würde prüfen, ob das Casino ein Guthaben in Kryptowährung führt oder die Einzahlung bei Eingang umrechnet.

Ebenso würde ich mir die Umrechnung bei der Auszahlung ansehen. Umrechnungskosten können sowohl beim Einzahlen als auch beim Auszahlen anfallen.

Diese Kosten fallen ins Gewicht, selbst wenn das Casino mit gebührenfreien Ein- und Auszahlungen wirbt.

Können Börsen Auszahlungsgebühren aufschlagen?

Ja. Eine Börse kann für eine Auszahlung mehr berechnen, als das Senden und Bestätigen der Transaktion im Netzwerk tatsächlich kostet. Ob diese Differenz ein Aufschlag der Börse ist, lässt sich nur mit Belegen zu den tatsächlichen Kosten und zur Transaktionsstruktur beurteilen.

Ein hypothetisches Beispiel.

Eine Börse berechnet 5 Euro für eine ETH-Auszahlung.

Die zurechenbaren Blockchain-Kosten für die Verarbeitung betragen 1,20 Euro.

Die Differenz liegt bei 3,80 Euro.

Diese Differenz kann die zusätzliche Preisgestaltung der Börse, Betriebskosten oder andere Posten abdecken.

Ich würde sie nicht automatisch als nicht offengelegten Gewinn bezeichnen, ohne die Kalkulation und Gebührenstruktur der Börse zu kennen.

Wie prüft man einen Aufschlag auf die Auszahlungsgebühr?

Ich würde die angegebene Auszahlungsgebühr mit einer zeitgleich erhobenen Schätzung der Netzwerkkosten vergleichen.

Für Ethereum hilft ein Explorer wie Etherscan, Gaspreise und Transaktionskosten einzuordnen.

Für Bitcoin liefern die On-Chain-Gebühr der Transaktion und ihre virtuelle Größe zusätzliche Anhaltspunkte.

Börsen können allerdings mehrere Kundenauszahlungen in einer einzigen Blockchain-Transaktion bündeln.

Eine einzelne On-Chain-Gebühr deckt dann mehrere Zahlungen ab, und ohne weitere Informationen lässt sich der genaue Netzwerkanteil einer einzelnen Auszahlung nicht zuordnen.

Eine Auszahlungsgebühr oberhalb der sichtbaren Blockchain-Kosten ist ein Grund nachzufragen, aber kein Beleg für die Gewinnmarge der Börse.

Für die Wahl einer Börse bleibt der Betrag entscheidend, den der Kunde am Ende zahlt.

Wie sich Krypto-Gebühren summieren: ein Beispiel mit 200 Euro

Das folgende Szenario zeigt, wie sich kleine Beträge summieren.

Ein Spieler startet mit 200 Euro, kauft USDT über eine Börse, hebt sie auf eine unterstützte Glücksspielplattform ab und erhält dort ein Guthaben in Euro.

Das ist eine Veranschaulichung der anfallenden Kosten, keine gemessene Transaktion und kein verifizierter Kurs eines Casinos.

Szenario A: teurerer Transfer

Schritt Kosten Verbleibender Wert
Ausgangsbetrag — 200,00 Euro
USDT kaufen, inklusive Handelsgebühr und Kaufaufschlag 3,00 Euro 197,00 Euro
Auszahlungsgebühr der Börse, inklusive weitergegebener Netzwerkkosten 5,00 Euro 192,00 Euro
Umrechnungskosten der empfangenden Plattform von 1,5 Prozent 2,88 Euro 189,12 Euro
Gesamtkosten 10,88 Euro 189,12 Euro

Der Spieler ist mit 200 Euro gestartet und hat 189,12 Euro nutzbares Guthaben erhalten.

Effektive Gesamtkosten: 5,44 Prozent.

Beachten Sie, dass ich hier keine zweite Blockchain-Gebühr auf die Auszahlungsgebühr der Börse addiert habe. Das Szenario geht davon aus, dass die genannten 5 Euro die Netzwerkverarbeitung bereits abdecken.

Szenario B: günstigerer Transfer

Nun wählt der Spieler ein unterstütztes günstigeres Netzwerk und ein Ziel, das USDT ohne Umrechnungsgebühr gutschreibt.

Schritt Kosten Verbleibender Wert
Ausgangsbetrag — 200,00 Euro
USDT kaufen, inklusive Handelsgebühr und Kaufaufschlag 1,00 Euro 199,00 Euro
Auszahlungsgebühr der Börse, inklusive Netzwerkverarbeitung 1,00 Euro 198,00 Euro
Umrechnungskosten der empfangenden Plattform 0,00 Euro 198,00 Euro
Gesamtkosten 2,00 Euro 198,00 Euro

Effektive Gesamtkosten: 1,00 Prozent.

Das zweite Szenario liefert aus demselben Ausgangsbetrag 8,88 Euro mehr Wert.

Keines der beiden Szenarien belegt, dass eine bestimmte Börse oder Blockchain diese Preise im Oktober 2026 anbietet.

Die Rechnungen zeigen, wie die Wahl des Zahlungswegs, das Verständnis der Handelskosten und der Verzicht auf unnötige Umrechnungen den ankommenden Betrag beeinflussen.

Was ist mit Einzahlungsgebühren des Casinos?

Ein empfangendes Casino kann eine ausdrückliche Einzahlungsgebühr verlangen oder andere Kontobedingungen stellen.

Zieht der Anbieter eine zusätzliche Einzahlungsgebühr ab, würde ich sie als weiteren Kostenposten in die Rechnung aufnehmen.

Verlangt er Auszahlungsgebühren oder eine Währungsumrechnung beim Cashout, gehören diese in eine getrennte Betrachtung des gesamten Wegs.

Für den vollständigen Hin- und Rückweg würde ich messen: eingesetztes Geld beim Kryptokauf → im Casino gutgeschriebener Wert → erhaltener Wert nach Auszahlung und nötiger Umrechnung.

Spielergebnisse müssen dabei konstant gehalten werden. Sonst verzerren Gewinne oder Verluste die Gebührenrechnung.

Unser Leitfaden zu Krypto-Casinos hilft dabei, die Zahlungsbedingungen der Anbieter neben den übrigen Merkmalen zu vergleichen.

Wie lassen sich Krypto-Transaktionsgebühren senken?

Am wirksamsten ist es, die gesamte Transaktion zu vergleichen, bevor Guthaben versendet wird.

Erstens: die Kaufkosten vergleichen. Eine niedrigere beworbene Handelsgebühr kann durch einen ungünstigeren Ausführungskurs aufgezehrt werden.

Zweitens: das richtige unterstützte Netzwerk wählen. Ich würde die Einzahlungshinweise des Ziels lesen, bevor ich Asset oder Blockchain auswähle.

Drittens: Mindestbeträge und Fixgebühren prüfen. Kleine Transfers werden teuer, sobald eine Plattform eine feste Gebühr erhebt.

Viertens: die Umrechnungspolitik der empfangenden Plattform prüfen. Eine günstige Auszahlungsgebühr nützt wenig, wenn das Ziel einen ungünstigen Kurs ansetzt.

Fünftens: den Zeitpunkt vergleichen, wenn der Transfer nicht eilt. Manche Netzwerkkosten schwanken mit der Nachfrage, auch wenn kein bestimmter Tag und keine bestimmte Uhrzeit einen niedrigeren Preis garantiert.

Gebühren würde ich nicht dadurch senken, dass ich bei der Sicherheit der Assets Abstriche mache oder ein Netzwerk nutze, das der Empfänger nicht unterstützt.

Wer eine Börse vor allem zum Kaufen und Weiterschicken von Kryptowährung sucht, findet in unseren Leitfäden zum Krypto kaufen weiteren Kontext.

Sind Krypto-Transaktionsgebühren in Deutschland steuerlich absetzbar?

Krypto-Transaktionskosten können die Steuerlast beeinflussen, aber sie lassen sich nicht einfach von Spielgewinnen abziehen.

Kryptowerte im Privatvermögen gelten in Deutschland als andere Wirtschaftsgüter. Gewinne aus ihrem Verkauf zählen zu den privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 EStG.

Zwei Regeln entscheiden, ob überhaupt Steuer anfällt:

  • Haltefrist von einem Jahr. Wer länger als ein Jahr hält, zahlt auf den Gewinn in der Regel keine Einkommensteuer.
  • Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr (bis einschließlich 2023: 600 Euro). Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.

Wie wirken sich Gebühren auf den steuerpflichtigen Gewinn aus?

  • Kaufgebühren erhöhen die Anschaffungskosten.
  • Verkaufsgebühren gelten als Veräußerungskosten und mindern den Veräußerungserlös.
  • Transfergebühren zwischen eigenen Wallets sind umstritten. Sie sind weder Anschaffungs- noch Veräußerungskosten, und die Finanzverwaltung bezweifelt ihre Abzugsfähigkeit.

Die ersten beiden Posten senken also den steuerpflichtigen Gewinn. Die dritte Kategorie – genau die Netzwerkgebühr, um die es in diesem Artikel geht – ist die unsicherste.

Und was ist mit Spielgewinnen?

Für private Spieler sind Gewinne aus reinem Glücksspiel in Deutschland grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig, weil sie keiner der sieben Einkunftsarten zugeordnet werden.

Auf Sportwetten-Einsätze fällt dagegen eine Wettsteuer von 5,3 Prozent an, die Anbieter häufig an ihre Kunden weitergeben.

Deshalb lässt sich die Auszahlungsgebühr einer Krypto-Börse nicht von Spielgewinnen abziehen: Die beiden Vorgänge liegen in unterschiedlichen Teilen des Steuerrechts.

Anders kann es aussehen, wenn jemand planmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht spielt. Dann kann die Finanzverwaltung von einer gewerblichen Tätigkeit ausgehen, und es gelten andere Regeln.

Welche Unterlagen sollte man aufbewahren?

Kaufdatum und Anschaffungskosten einschließlich Gebühren, Wallet-Transfers, Gutschriften auf Spielerkonten, Einsätze, Gewinne, Auszahlungsbeträge und spätere Verkäufe.

Wer diese Nachweise automatisiert führen möchte, findet in unserem Vergleich der besten Krypto-Steuersoftware passende Werkzeuge.

Grundlage der Finanzverwaltung ist das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 zu Einzelfragen der ertragsteuerrechtlichen Behandlung von Kryptowerten. Einen kürzeren Überblick bietet das Finanzministerium Baden-Württemberg.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Steuerberatung. Die Behandlung im Einzelfall hängt von der konkreten Transaktion und den persönlichen Verhältnissen ab.

Häufige Fragen zu Krypto-Transaktionsgebühren


Die Differenz kann aus einer Auszahlungsgebühr der Börse, aus Netzwerkkosten oder aus einer Umrechnung bei der empfangenden Plattform stammen.

Ich würde den abgebuchten Betrag, den On-Chain-Transfer und die Gutschrift am Ziel vergleichen, bevor ich entscheide, wer die Differenz berechnet hat.


Nein. Die Auszahlungskosten hängen vom Gebührenmodell der Börse und von den Netzwerkbedingungen ab.

TRC-20 kann in bestimmten Situationen günstiger sein, ist es aber nicht grundsätzlich. Entscheidend ist außerdem, dass die empfangende Plattform das gewählte Netzwerk unterstützt.


Manchmal übernimmt eine Plattform die Netzwerkkosten oder bucht Guthaben intern um, ohne eine Transaktion auf der Blockchain auszulösen.

Gewöhnliche Blockchain-Transfers verbrauchen jedoch Netzwerkressourcen oder Gebühren. Ein Angebot ohne Gebühr kann weitere Transaktionskosten enthalten.


Vergleichen Sie den angebotenen Kurs mit einem passenden Marktreferenzkurs zum selben Zeitpunkt und rechnen Sie ausgewiesene Gebühren heraus.

Liefert die Plattform weniger Wert als die Umrechnung zum Referenzkurs, lohnt es sich, die Differenz vor der Bestätigung zu klären.


Nein. Gewinne aus reinem Glücksspiel sind für private Spieler in Deutschland grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig, während Kryptoverkäufe unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG fallen.

Kaufgebühren erhöhen dort die Anschaffungskosten und Verkaufsgebühren mindern den Erlös. Eine Verrechnung mit Spielgewinnen sieht das Steuerrecht nicht vor. Das ist keine Steuerberatung.

CryptoVantage Author Simon Chandler

About the Author

Simon Chandler

Simon Chandler is a journalist based in London. He writes about technology, markets and politics, and has bylines for Forbes, Digital Trends, CCN, Wired, TechCrunch, the Verge, the Sun, the New Internationalist, and TruthOut, among many others. His Twitter handle is @_simonchandler_

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